Natur auf Zeit

Landesbund für Vogelschutz
und bayerische Rohstoffgewinnung
gemeinsam für den Artenschutz

Die letzten Lebensräume ihrer Art
in Bayerns Kulturlandschaft.

Der LBV und die Rohstoffgewinnungsunternehmen sind sich des besonderen Potenzials von Gruben und Brüchen bewusst. Gemeinsam wollen wir deshalb durch gegenseitige Information und enge Zusammenarbeit die Chancen für den Erhalt der biologischen Vielfalt nutzen. Die Entstehung wertvoller Sekundärlebensräume und die Ansiedlung seltener Arten, wie beispielsweise Geburtshelferkröte, Kammmolch oder Knoblauchkröte, sollten nicht dem Zufall überlassen werden, sondern während der Gewinnungsphase, bei der Renaturierung und auch darüber hinaus gezielt gesteuert werden. So sollen bayernweit in 100 Rohstoffgewinnungsstätten aller Rohstofftypen beispielhafte Maßnahmen zur Umsetzung durchgeführt werden.

Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V. (LBV)
Bayerischer Industrieverband Baustoffe, Steine und Erden e.V. (BIV)

Kiesgewinnung und Artenvielfalt - ein Handlungsleitfaden für Schwaben

Eine Bereicherung unserer zumeist intensiv genutzten Kulturlandschaft stellen die teilweise hochwertigen Lebensräume auf Zeit, die durch die Kiesgewinnung entstehen, dar. Mit wenig Aufwand kann während der Kiesgewinnung ein hoher Beitrag zur Biodiversität erreicht werden. Der Handlungsleitfaden für Schwaben gibt Hinweise, wie mit den Arten- und Lebensräumen umgegangen werden kann, um die Biodiversität zu steigern.

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Vertragsabschluss mit Firma Märker im Kooperationsprojekt
"Natur auf Zeit" von LBV und BIV

Pressemitteilung vom 16.09.2019
Der LBV hat in Schwaben einen weiteren Kooperationsvertrag mit einem Rohstoffgewinnungsunternehmen zum Schutz von bedrohten Amphibien abgeschlossen. Bei einem Geländetermin im Steinbruch in Harburg haben der LBV-Landesfachbeauftragte Dr. Andreas von Lindeiner, Maximilian Graf Pückler-Märker, Geschäftsführer Märker Zement GmbH, der stellvertretende Landrat Reinhold Bittner, der Bürgermeister von Harburg Wolfgang Kilian, Michael Strauch (BIV) sowie der Vorsitzende des Bayerischen Naturschutzfonds Georg Schlapp sich das Umsetzungsgebiet angesehen. Mit der engen und vertraglich geregelten Zusammenarbeit können gemeinsam Schutz- und Entwicklungsmöglichkeiten für Amphibien in Kies-, Sand- oder Lehmgruben beziehungsweise Steinbrüchen geschaffen werden. Denn: "Rohstoffgewinnung und Naturschutz müssen heute keine Gegensätze mehr sein, gewährleisten die Gewinnungsstätten doch Lebensbedingungen, wie sie in der Landschaft heute kaum noch existieren", sagt Dr. Andreas von Lindeiner. Und Michael Strauch vom Bayerischen Industrieverbands Baustoffe, Steine und Erden (BIV), ergänzt: "Die rohstoffgewinnende Branche ist tatsächlich eine der wenigen, die an vielen Stellen sichtbar und umfänglich mehr zurückgibt als sie nutzt. Die Flächen werden oftmals sogar aufgewertet. "Maximilian Graf Pückler-Märker Geschäftsführer Märker GmbH ergänzt, "für die Schaffung wertvollen Lebensraumes in unseren aktiven Steinbrüchen unternehmen wir gerne große Anstrengungen".

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Vertragsabschluss mit Firma Märker im Kooperationsprojekt 'Natur auf Zeit' von LBV und BIV
Vertragsabschluss mit Firma Märker im Kooperationsprojekt 'Natur auf Zeit' von LBV und BIV

Umweltminister Glauber: "Kiesgruben und Steinbrüche sind für viele seltene Amphibienarten zur Heimat geworden."

Pressemitteilung vom 28.06.2019
Der LBV hat jetzt auch in Oberfranken erste Kooperationsverträge mit Rohstoffgewinnungsunternehmen zum Schutz von bedrohten Amphibien geschlossen. Bei einem Geländetermin im Steinbruch in Guttenberg haben der Umweltminister Thorsten Glauber, der LBV-Vorsitzende Dr. Norbert Schäffer, die Gewinnungsunternehmen Hartsteinwerke Schicker und Porzner Steine & Erden, der Landrat des Landkreises Kulmbach, die Unteren und die Höhere Naturschutzbehörde sowie das Wasserwirtschaftsamt einen Vertrag unterzeichnet. Mit dem Vertrag nehmen die Firmen nun an einem bayernweiten Projekt zum Schutz von bedrohten Amphibienarten in Rohstoffgewinnungsstätten teil. "Durch das Pilotprojekt soll die Förderung und Erhaltung bedrohter Amphibienarten im Gewinnungsprozess gesichert und der laufende Betrieb auch bei schon existierendem Vorkommen bedrohter Arten in einer Win-Win-Situation gewährleistet werden", so der LBV-Vorsitzende Dr. Norbert Schäffer. "Das Projekt "Natur auf Zeit" schafft wertvolle Biotope. Die naturschutzfreundliche Bewirtschaftung der Abbauflächen leistet einen wichtigen Beitrag zur Sicherung der biologischen Vielfalt im Freistaat. Kiesgruben und Steinbrüche sind für viele seltene Amphibienarten zur Heimat geworden. Sie tragen dazu bei, die Bestände bedrohter Amphibien zu stabilisieren. Die Firmengruppen "Hartsteinwerke Schicker" und "Porzner Steine & Erden" setzen das Projekt mustergültig um", betonte Umweltminister Thorsten Glauber.

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Umweltminister Glauber: Kiesgruben und Steinbrüche sind für viele seltene Amphibienarten zur Heimat geworden
Umweltminister Glauber: Kiesgruben und Steinbrüche sind für viele seltene Amphibienarten zur Heimat geworden

Naturschutz und Rohstoffindustrie gemeinsam für den Amphibienschutz

Pressemitteilung vom 29.04.2019
Bei einem Geländetermin im Steinbruch in Burglengenfeld haben der LBV-Vorsitzende Dr. Norbert Schäffer, der Werkleiter Burglengenfeld der HeidelbergCement AG Henrik Wesseling, der Landrat des Landkreises Schwandorf Thomas Ebeling sowie Norbert Dirschel, Sachgebietsleiter der Höheren Naturschutzbehörde bei der Regierung Oberpfalz einen Vertrag geschlossen. In Burglengenfeld profitieren vor allem die Gelbbauchunke und die Wechselkröte von den umgesetzten Maßnahmen. Zu diesen zählen zum Beispiel der Erhalt und die Anlage von Kleinstrukturen wie Totholz, Wurzelstöcke oder Sand- und Geröllhaufen. Auf einem Naturlehrpfad durch den Steinbruch wird anschaulich das Miteinander und Nebeneinander ökologischer und wirtschaftlicher Interessen gezeigt. Seit 2017 führt der LBV zusammen mit dem BIV das Pilotprojekt durch. Ziel ist die Sicherung und Optimierung von Lebensräumen für europaweit bedrohte Amphibienarten in aktiven Gewinnungsbetrieben. Über die gesamte Laufzeit bis Ende 2022 wird das Projekt vom bayerischen Naturschutzfonds gefördert. Den Anlass für das gemeinsame Vorhaben gab ein aktueller Bericht der Bundesregierung über das europäische Schutzgebietssystem NATURA 2000. Dieser zeigt für sieben besonders bedrohte Amphibienarten mit europaweiter Bedeutung einen ungünstigen Erhaltungszustand und überwiegend einen negativen Gesamttrend der Vorkommen auf.

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Naturschutz und Rohstoffindustrie gemeinsam für den Amphibienschutz
Naturschutz und Rohstoffindustrie gemeinsam für den Amphibienschutz

Einzigartiger Vertragsabschluss:
Naturschutz und Rohstoffindustrie gemeinsam für Amphibienschutz

Pressemitteilung vom 09.06.2017
Am 9. Juni 2017 wurde bei der Firma Thaler in Neusäß bei Augsburg der erste Kooperationsvertrag zwischen einem rohstoffgewinnenden Unternehmen, dem Landesbund für Vogelschutz (LBV) e.V. und der Regierung von Schwaben im Beisein des Amtschefs des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz, Dr. Christian Barth, des LBV-Vorsitzenden Dr. Norbert Schäffer und dem Vorsitzenden der Fachgruppe Sand und Kies des Bayerischen Industrieverbandes Baustoffe, Steine und Erden e.V. (BIV), Oliver Klauser geschlossen.Zusammen mit den Partnern Bayerischer Industrieverband Baustoffe, Steine und Erden e.V. (BIV) und der Arbeitsgemeinschaft Bayerischer Bergbau- und Mineralgewinnungsbetriebe e.V. (ABBM) führt der LBV das Projekt zur Sicherung und Optimierung von Lebensstätten für europaweit bedrohte Amphibienarten in den kommenden Jahren bis Ende 2021 durch. Das Projekt wird vom bayerischen Naturschutzfonds gefördert. "Rohstoffgewinnung und Naturschutz sind heute keine Gegensätze mehr, gewährleisten die Gewinnungsstätten doch Lebensbedingungen, wie sie in der Landschaft heute kaum noch existieren", so die anwesenden Dr. Christian Barth, Oliver Klauser und Dr. Norbert Schäffer in Hinblick auf den Pilotcharakter des einzigartigen Projektes.In der anschließenden Führung über das Gelände der Firma Thaler stellten Andreas Thaler und Brigitte Kraft von der LBV-Bezirksgeschäftsststelle Schwaben, Maßnahmen zum Erhalt – vor allem der Kreuzkröte - vor.

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Einzigartiger Vertragsabschluss: Naturschutz und Rohstoffindustrie gemeinsam für Amphibienschutz
Einzigartiger Vertragsabschluss: Naturschutz und Rohstoffindustrie gemeinsam für Amphibienschutz